Nintendo Vs. Raubkopierer

admin am 31. August 2009

Nintendo kündigt ein schärferes Vorgehen gegen Raubkopien von DS und Wii Spielen an. Im ersten Halbjahr 2009 wurden in Deutschland 5,1 Millionen Spiele für Mobile Konsolen verkauft, das entspricht einem Rückgang von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dabei brach der Umsatz um rund 21 Prozent auf 136 Millionen Euro ein. Spielepublisher machen für diese Entwicklung unter anderem Das R4-Modul verantwortlich. Dieses Erlaubt es Raubkopierern illegal kopiert Spiele auf dem DS abzuspielen.

Um erfolgreich gegen die Raubkopierer vorzugehen, hat Nintendo sich mit Neil Boyd einen erfahrenen Partner an Bord geholt. Boyd war zuvor als Rechtsberater der IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) und bei Warner Brothers tätig. Dort ging er gegen die Verbreitung von illegalen Raubkopien vor und vertrat die Interessen der Musikindustrie gegen Internettauschbörsen. Dabei wird er von Jonathan Tully und Matthias Damm unterstützt. Tully arbeitete in der Vergangenheit für Universal Music während Damm am Institut für Informationsrecht tätig war.

Vier Strategien werden angewandt um die Verbreitung von illegalen Konsolenspielen einzudämmen. Software-Piraten und Hersteller von Kopiermodulen sollen juristisch verfolgt werden. Konsumenten sollen stärker aufgeklärt und neue Kopirschutztechnologien entwickelt werden. Zuguterletzt soll politisches Lobbying betrieben werden. Boyd wanrte die Vertreiber der illegalen R4 Module, dass sie sich durch den Vertrieb die Beziehungen zu Nintendo nachhaltig schädigen.

Ausserdem fordert Boyd, dass Internetprovider in Zukunft selbst aktiver gegen Software Piraterie vorgehen. Da die Provider sich nicht als Kooperativ erweisen, soll in Zukunft mehr politischer Druck ausgeübt werden.

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