Im Spiel besser als “in echt”

admin am 12. August 2010

Manchmal klingen Alben auf bei Guitar Hero besser und lebendiger als im Original. Doch warum ist dem so?

Was verändert die Soundqualität im Spiel auf eine Weise, dass ein Album bei Guitar Hero III besser klingt als auf der ursprünglichen CD, wie angeblich im Falle der letzten CD der Gruppe Metallica? Weil wir in der Welt des Spiels, die uns aus dem Alltag und den Sorgen und Ängsten, die er für die meisten mit sich bringt, herausreißt, die Dinge idealisieren? Weil uns bei der Alltagsflucht manche Sachen weniger stören? Vermutlich liegt die Sache ein wenig anders. Es ist aber in jedem Falle so, dass sich nach dem Release des letzten Albums von Metallica, „Death Magnetic“, Fans beklagten, dieses klinge im Spiel besser als auf CD. Das kann man sich dadurch erklären, dass das Album für das Spiel leider gemastert wurde als für die CD, auf der die Pegel so weit angehoben sind, dass es zu Übersteuerungen, sogenannten Clippings, und zu einem erheblichen Dynamikverlust kommt. Dieses brutale Mastern, bei dem die dynamische Spannbreite drangegeben wird, ist leider trauriger Alltag in der Welt der großen Plattenfirmen, welche aus Marketinggründen die Masteringstudios dazu anhalten, die Aufnahmen so laut wie möglich unters Volk zu bringen. Und tatsächlich geschieht das zum Teil gegen den Willen der Mastering Engineers. Und so distanziert sich Ted Jensen, der für das Mastern verantwortlich war, von seiner Arbeit, während Drummer Lars Ulrich den Sound verteidigt, Gitarrist Kirk Hammett hingegen räumt hörbare Defizite ein und zeigte Verständnis für die Fans, die zum Teil per Online-Petition eine Neubearbeitung der Platte fordern.

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