Die Flut an Konsolen
admin am 23. August 2010
Früher war nicht unbedingt alles besser. Gerade im Bereich der Videospiele hat sich mit fortschreitendem Erdenalter immer mehr getan – die Ergebnisse waren zwar nicht immer besser als die alten Klassiker, aber im Großen und Ganzen kann man schon behaupten, die Firmen hätten fast immer alles daran gesetzt, die neuesten technologischen Errungenschaften zu nutzen. Doch der Markt der Videospiele ist, das kann man nüchtern konstatieren, recht unübersichtlich geworden.
Man führe es sich vor Augen: früher gab es ungefähr ein Produkt der Stunde und das hielt sich dann auch eine ganze Weile. Pong zum Beispiel, oder der Atari 2600. Es wurden dann aber immer mehr Produkte und viele davon üben heute einen besonderen Reiz auf Sammler aus, und seien sie noch so alt – die Konsolen, nicht die Sammler. Allerdings kommt es bei denen auch nicht auf das Alter an, wobei natürlich bei einer Leidenschaft für das Sammeln von Konsolen häufig Nostalgie ein nicht unerheblicher auslösender Faktor ist. Doch auch jüngere Menschen können zweifelsohne ein Faible für Konsolen vergangener Zeiten entwickeln; andere Kinder und Jugendliche interessieren sich für Archäologie, und letztlich ist das wenig anders, wenn man sich mit der Videospielgeschichte auseinander setzt und die Leidenschaft über das bloße Goutieren der existierenden Produkte der Historiographie des Gamings hinaus geht. Doch auch relativ neue Konsolen sind schnell gar nicht mehr so neu. Die Halbwertszeit der Spielzeuge für Fortgeschrittene ist nämlich mit der sich beschleunigenden technologischen Entwicklung rapide gesunken. Wer soll da denn noch den Überblick behalten? Abhilfe kann man durch einen Preisvergleich Spielekonsole schaffen, wenn man sich für die Anschaffung interessiert.
Ein Fallbeispiel
In den 1990er Jahren begann der Markt für Konsolen, auf denen man Videospiele abspielt, zu explodieren. Doch trotzdem war der Markt noch relativ überschaubar, die Szene fast beschaulich. Naja, fast: die Jugendlichen, die mit dem Blockdenken des Kalten Krieges groß geworden waren, entschieden sich schon häufig für eine Marke und verachteten den Konkurrenten. Man war Amigo oder Scout, Geha oder Pelikan, Adidas oder Puma, auf dem Computersektor Atari oder Commodore (IBM-kompatible PCs waren noch nicht so massentauglich wie heute) – und bei den Videospielen war man zumeist Sega oder Nintendo. Zwar hatten beide zugleich unterschiedliche Modelle auf dem Markt, aber anstatt zwei Konsolen des gleichen Kalibers zu schätzen (Super NES und Mega Drive) hielt man lieber den Produkten eines Herstellers die Treue: Sega Master System und Mega Drive auf der einen Seite, Nintendo Entertainment System und Super NES auf der anderen. Und dann waren da noch die Handhelds, nämlich das Sega Game Gear mit farbigem Display und der Nintendo Game Boy, der mit den besseren Spielen und mit der ansprechenderen Optik trotz Schwarzweiß-, bzw. Grünweiß-LCD-Displays mehr Kunden gewinnen konnte. Es gab noch das Lynx von Atari, was aber niemanden so recht ineressierte und auf der Konsolenseite das NeoGeo, das astronomisch teure Spielautomatenplatinen aus Japan abspielte. Viel mehr war da nicht. Ein Glück jedenfalls, dass das Blockdenken vorbei ist – denn wichtig ist doch letztlich, dass ein Spiel Spaß bringt, und der sollte nicht am Firmennamen hängen, der vorne drauf steht.
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